Meine Ankunft
Ich komme auf dem Airport Kuala Lumpur an und es ist sofort ein Unterschied wahrzunehmen. Irgendwie war ich die letzten Tage von absoluter Sauberkeit und dem Intaktsein aller Hardware verwöhnt. Hier sieht es eher (sorry) etwas runtergekommen aus. Das Klebeband-Prinzip, wenn’s kaputt ist, dann wird geflickt. Dazu fehlte zumindest hier am Airport zusätzlich die Freundlichkeit, die ich in den vergangenen Tagen erleben durfte.
Ich hatte Online nicht herausarbeiten können, dass ich meine Daten schon über eine Immigration-Plattform hätte hochladen müssen. Egal, es ging jetzt immer noch, verzögerte nur meine Einreise etwas.
In das Feld Namen (es gab nur eins, nichts mit Surname und Firstname, nur dieses eine Feld), beging ich den Fehler und habe Vor- und dann Nachname eingegeben. Nach dem Absenden in die unendlichen Weiten der malayischen Daten-Sammel-Cloud wurde mir bestätigt, das soweit alles korrekt sei und ich jetzt zum elektronischen Einchecken gehen soll. Das System wurde nun noch mit einer aktuellen digitalen Gesichtsaufnahme von mir gefüttert…und dann war Schluss. Abbruch! Hinweis “Immigration Counter”. Dem Counter war allerdings eine uniformierte Dame vorgeschaltet, die mir erklärte, ich solle meinen Pass scannen. Wir beide schlappten zurück und siehe da. “Abbruch”. Nun ließ sie sich mein Online-Formular zeigen. Übrigens, wer in diesem Bereich auf das Airport Wi-Fi angewiesen ist, der hat Pech, das funktioniert dort kaum (ich hatte zum Glück über meine Singapore SIM ausreichend Daten für’s Roaming). So, die Dame untersuchte mein Online-Formular und schaute dann sehr böse. Dazu kam die Erklärung, dass man NIEMALS den Namen in der Reihenfolge eingibt wie ich es gemacht habe. Die Krux, nun durfte ich zum Schalter und der Beamte dort war nicht wirklich erfreut mich manuell abfertigen zu müssen. Die Stimmung war mit negativer Energie geschwängert. Nach einem Stempel, durfte ich aber einreisen.
Ich fand nach einigen Minuten den Zug, der mich in die City bringen würde. Ausnahmsweise habe ich mir die Touristenvariante gegönnt. Ich bin sowie so unter 36 Stunden hier und wollte da einfach einspannt uns schnell ankommen.
Sentral, der Hauptbahnhof von Kuala Lumpur. Mehrere Anbieter, das zu durchschauen braucht bestimmt mehr als die 10 Minuten, die ich hier herum schaute. Mein Hotel lag nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt. Ich ließ mir die Richtung zeigen, da ich nicht glauben wollte, dass mein Online Maps richtig funktionierten. Diese wollten mich direkt in eine Einkaufs-Mall schicken. Alles richtig, um rauszukommen musste ich mich durch diese Mall kämpfen. Ich mag die Dinger nicht. Rolltreppe rauf, dann durch die halbe Mall, dann noch zwei Etagen höher und schon stand ich an der Straße, die ich überqueren musste.
Den Weg konnte ich mir nur über komische Läden merken, irgendwelche Manga-Plüschfiguren und die Peanuts waren auch da…solche Geschäfte waren meine Brotkrummen, die ich auf den Weg gestreut hatte. Ich musste ja wieder zurück finden.
Hotel, meinen Rucksack abgeworfen und wieder los.
Wenige Minuten zu Fuss begann Little India. Eigentlich träumte ich von leckerem vegetarischen Essen, es war fast Mittag.



Rein wetterbedingt, es war fast unerträglich warm, entschied ich mich gegen das Essen. Ich suchte bald irgendwo drinnen Unterschlupf und gönnte mir einen Kaffee, um wieder etwas wacher zu werden.
Kuala Lumpur ist irgendwie aufregender, also lauter, die Menschen aufdringlicher, es ist hier einfach weniger sauber…ich fühlte mich nicht richtig wohl. Aber von Anfang an, war dies nur als sehr kurzer Zwischenstopp geplant.
Später konnte ich im Hotel einchecken, mir eine Dusche gönnen um dann nach einer kurzen Pause gezielt nochmal loszuziehen. Hierzu musste ich erst mal den “Rapid KL” verstehen. Ich brauchte Bargeld, mit diesem wird ein Automat gefüttert, welcher dann ein Token für die gewählte Streck ausdruckt (wie in Shenzhen…ich weiß nur nicht, ob hier sozialistische Hilfe Richtung KL stattfand, oder das System von China kopiert wurde [sowas soll ja schonmal vorgekommen sein])…
Schwierig ist es, dass der Automat nur Münzen und Schein in der Größe 1 und 5 Ringgits annimmt (ein Ringgit sind 21 Cent). Mein kleinster Schein begann bei 10 MYR. Ich war nicht die einzige Person, die irgendein Anliegen an die dort sitzende Passagier Info-Stelle hatte. Lange Schlange, anstellen, warten. Ich konnte problemlos wechseln, hier sind schon kleine Staple mit 5er und1er Scheinen vorbereitet, also besteht dieses Problem schon und ist nicht neu.
Die Züge sind modern, ähnlich wie in Singapore, sehr sauber, atmen kann man auch, kein Mief…ich bin Fan.
Auf den folgenden Fotos zeige ich, wo ich an diesem Tag noch war:


Ich bin am KLCC ausgestiegen und wurde etwas erschlagen. Aufgewachsen in einer Metropole und schon verschiedene Großstädte besucht, ist mir die Architektur hier wirklich zu viel. Ich bin Fan von moderner Bauweise, finde auch Spiegel-Fassaden nett, aber hier steht soviel, auf so engem Raum. Es wirkte fast bedrückend.

Die bekanntesten Gebäude sind natürlich die Folgenden:

Ich saß direkt mit dem Blick auf die Petronas Towers, die sind schon gewaltig. Trotzdem blieb ich nicht sehr lange, da ich an meinem zweiten und letzten Tag sehr früh los wollte…
Das muss ich noch posten, so viele Verbote, aber Kaugummi-Kauen ist nicht mehr dabei…
